CELLE von A-Z  COVER v3

CELLE: WELT VON A – Z

Herausgegeben von Christian Helbock, Elli Schnitzer und Maria Temnitschka

Gibt es so etwas wie eine formale Demokratie der Bilder? Ein Ordnungssystem, in dem sich Bilder gleichwertig und wie von selbst anordnen (fast ohne Zutun) und dabei überraschende Beziehungen eingehen. Gibt es, wollen wir also wissen, ein piktorales Alphabet? Das vorliegende Buch stellt eine solche poetische Ordnung vor.

Katalog als Broschur
im Format 170 x 240 mm
ISBN 978-3-901392-49-8

18,00 

Gleichzeitig behandelt es immer wieder zentrale Themen: Kollektiv, Zusammenarbeit und AutorInnenschaft. Die Methode ist die des wiederholten Befragens der Zusammenhänge. Einige der hier versammelten Bilder aus dem Internet erhalten so einen neuen Kontext im CELLE-Blog (http://celle.k-haus.at/). Der Blog dient den Celle-Mitgliedern als Platt- und Organisationsform, auf der sie ihre „Bilder der Welt“ ausbreiten, über die sie ihre Bildfindungen kommunizieren. Dieses interne System wurde auf Ausstellungen übertragen („Sarajevo Transit“, „Collection“) und dient auch der vorliegenden Publikation als Modell. Für dieses Buch gibt es keine spezielle Handlungsanleitung. Es gibt viele Wege es zu benützen. In erster Hinsicht ist es ein Bilderbuch. Die zahlreichen Bilder erzählen die Geschichte von CELLE. Im Jahre 2010 formiert sich aus Mitgliedern des Wiener Künstlerhauses ein Kollektiv von KünstlerInnen verschiedener Fachrichtungen zum Meinungs- und Erfahrungsaustausch. Es kommt zu gemeinsamen Aktionen, die sich schwerpunktmäßig mit Fragen des kollektiven Handelns -auch in Bezug auf die Institution Künstlerhaus- beschäftigen. Ein dem Haus abgerungener kleiner Raum für die gemeinsamen Treffen wird zum assoziativen Namensgeber: aus „Zelle“ wird CELLE, die räumliche Beengung zum Sinnbild für Denk- und Handlungseinschränkungen, die überwunden gehören. Diesem Gedanken entsprechend lässt sich die Arbeitsweise von CELLE keiner einzelnen Kunstgattung zuordnen – die Wahl der Medien wird dem jeweiligen Projekt angepasst, die Grenzen zwischen performativer, bildender oder angewandter Kunst, Musik und Literatur sind durchlässig. Die Konzepte bleiben oft bis zuletzt für Veränderungen offen.